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Paralympics: Felix Streng gewinnt die Bronzemedaille über 100 Meter

Bronzemedaillengewinner Felix Streng. Foto: Axel Kohring, beautiful sports
Bronzemedaillengewinner Felix Streng. Foto: Axel Kohring, beautiful sports

Sa, 10.09.2016 | Behindertensport

Paralympics: Felix Streng gewinnt die Bronzemedaille über 100 Meter

Bayer Sprinter Felix Streng hat am zweiten Wettkampftage über 100 Meter die erste Medaille für den TSV Bayer 04 Leverkusen gewonnen.

Am ersten Wettkampftag standen zunächst die 100 Meter der Startklasse T44 auf dem Programm. Felix Streng qualifizierte sich als Vierter über 100 Meter der Klasse T43/44 in 11,12 Sekunden. Mit einem Europarekord von 11,23 Sekunden erreichte auch David Behre als Sechster das Finale. Er konzentriert sich aber wie Johannes Floors, der als Zwölfter in 11,34 Sekunden ausschied, auf die 200 und 400 Meter. Der zweite Wettkampftag begann dann mit dem Hochsprungwettbewerb von Léon Schäfer. Der durch einen Bänderanriss gehandicapte Nachrwuchsathlet meisterte seine Anfanghöhe von 1,55 m und belegte Platz 12.

Dann folgte das mit Spannung erwartete 100 Meter Finale der Unterschenkelamputierten mit einen phänomenalen Ergebnis. Felix Streng gewann bei seinem Paralympics-Debüt in der Klasse T44 die Bronzemedaille. Der 21-Jährige Bayer-Sprinter, der von Karl-Heinz Düe trainiert wird, sprintete in 11,03 Sekunden zu Bronze und verfehlte Silber nur um eine Hundertstelsekunde.

Das war ihm im Ziel aber egal: „Als die Zeit auf der Anzeigetafel erschien, legte er noch mal einen Sprint ein, um vor seinen Teamkollegen Heinrich Popow, Johannes Floors und all den anderen Deutschen zu jubeln, die ihn lautstark unterstützt hatten. Trainer Karl-Heinz Düe war sichtlich gerührt und Streng, der in diesem Jahr schon sechs Mal unter elf Sekunden gelaufen war, schnappte sich eine Deutschland-Fahne und ging auf die Ehrenrunde.

Nachdem er im Vorlauf 11,12 Sekunden benötigt hatte und von einem „nicht so guten Rennen“ sprach, lief es im Finale umso besser – obwohl Streng Anfang der Woche noch Probleme mit der Wade hatte: „Ich war vorsichtig, ich war fokussiert, ich wollte das Ding rocken, egal wie der Fuß weh tat.“

Paralympics-Sieger wurde der Brite Jonnie Peacock in 10,81 Sekunden, Zweiter wurde der Neuseeländer Liam Malone in 11,02 Sekunden. Arnu Fourie (Südafrika) und Jarryd Wallace (USA), der nach dem Vorlauf als Medaillenkandidat galt, wurden Vierte und Fünfte. Streng sagte: „Gerechnet habe ich nicht damit, aber ich wollte es, ich war konzentriert, ich war hungrig und umso glücklicher bin ich, dass es passiert ist.“

David Behre, dessen Fokus bei den Paralympics auf den 200 und 400 Metern liegt und der im Vorlauf Europarekord der Klasse T43 gelaufen war, zeigte mit 11,26 Sekunden und Platz sieben, dass seine Grundschnelligkeit für die längeren Strecken stimmt.

Streng, dem im vergangenen Jahr bei der WM über 100 Meter nur Rang vier blieb, gab auch der Gedanke an die 4x100-Meter-Staffel Kraft, mit der er in Doha Weltmeister geworden war: „Ich hatte die Staffel auf jeden Fall im Hinterkopf, jeder von uns ist dafür wichtig. Nur als Team sind wir stark. Ich denke, alle freuen sich auch mit mir und vielleicht gibt es ihnen ja auch Motivation. Für uns als Staffel ist das sehr positiv, wenn da der drittschnellste der Welt auf Position drei läuft.“

Sitzvolleyball
Die deutschen Sitzvolleyballer stehen bereits nach dem Auftaktspiel mit dem Rücken zur Wand. Nach einer 2-0 Satzführung und 20:16 Führung im dritten Satz mussten sich die Sonnenbichler Schützlinge Ägypten mit 2-3 geschlagen geben und müssen nun ums Weiterkommen bangen. Nur mit zwei Siegen gegen die USA und Gastgeber Brasilien ist die Halbfinalteilnahme noch möglich.

Schwimmen
Zum Auftakt der Schwimmwettkämpfe belegte Hannes Schürmann über 100 Meter Rücken mit der Saisonbestleistung von 1:22,39 min Platz 10.
Am zweiten Wettkampftag stand dann für das Bayer Duo Pollap/Schürmann die 50 Meter Freistil auf dem Programm. Während Schürmann mit 32,93 sec knapp über seiner persönlichen Bestleistung blieb und Rang 12 belegte, erreichte Teamkollege Pollap das Finale und erfüllte damit die Zielvorgabe seiner Trainerin Marion Haas-Faller. Im Finale blieb dann die erhoffte Leistungssteigerung aus und der 30 jährige belegte mit 30,04 sec Platz 8.

Markus Rehm: „Es war einen riesige Ehre als Fahnenträger ausgewählt zu werden und mit der Mannschaft im Rücken ins Stadion zu kommen und die Fahne zu tragen. Es war ein sehr emotionaler Moment. Die Eröffnungsfeier hatte einige sehr schöne, emotionale Elemente.“

Jörg Frischmann: "Nach der bitteren Niederlage der Sitzvolleyballer tut uns die Medaille von Felix richtig gut. Es war ein verrücktes Rennen mit einem überraschenden Ausgang. In dieser Klasse eine Medaille zugewinnen ist nicht einfach."

Text: DBS / Jörg Frischmann

Fotos: Axel Kohring, beautiful sports

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