Sport ist unsere Leidenschaft
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Noch 5 Tage

Unsere Sportler auf dem Weg nach Rio. Foto: privat
Unsere Sportler auf dem Weg nach Rio. Foto: privat

Mo, 08.08.2016 | Leichtathletik

Noch 5 Tage

Olympia in Rio de Janeiro - der Countdown für unsere Leichtathleten läuft.

Erstmals in der Geschichte der Olympischen Spiele findet das größte Sportereignis der Welt in Südamerika statt.

Brasiliens Millionenmetropole Rio de Janeiro startete am 5. August mit den 31. Olympischen Sommerspielen. Die Olympische Eröffnungsfeier von Rio de Janeiro versprühte einzigartigen Samba-Flair. Mit Feuerwerk, Lasershow, Hunderten von Tänzern und Akrobaten lieferte die Eröffnungszeremonie gigantische Bilder. Der frühere brasilianische Langstreckenläufer Vanderlei de Lima entzündete nach einer vierstündigen musikalischen, emotionalen, sowie ausgefallenen Feier, das Olympische Feuer im Maracanã-Stadion. Zudem war ein Höhepunkt der Eröffnungsfeier, der Einzug der 207 teilnehmenden Nationen. Die deutsche Mannschaft marschierte hinter Fahnenträger Timo Boll als "Alemanha" und gemäß dem portugiesischen Alphabet damit als fünfte Delegation ein. Mit 423 Sportlern ist die deutsche Mannschaft die drittgrößte hinter den USA (549), sowie Brasilien (465).

Es sind noch genau fünf Tage bis zum größten Höhepunkt für die deutschen Leichtathleten. Die Wettbewerbe finden vom 12. bis zum 21. August im Estádio Olímpico João Havelange statt. Die ersten sechs Athleten vom TSV Bayer 04 Leverkusen sind gestern Abend in den Flieger nach Rio de Janeiro gestiegen. Mit dabei waren die Stabhochspringer Tobias Scherbarth und Karsten Dilla. Bei den Olympischen Spielen steht für die beiden Höhenjäger die Qualifikation im Fokus.  „Für mich ist die Qualifikation der Hauptwettkampf, weil ich auch bei den Europameisterschaften gesehen habe, wie schwierig es ist, die Qualifikation zu überstehen“, sagte Tobias Scherbarth im Interview. Bisher konnten sie in der Saison ihre Leistungen oftmals steigern und auch in Rio de Janeiro ist nach einer überstandenen Qualifikation im Endkampf für beide Athleten alles möglich und der Sprung für die vorderen Ränge nicht unrealistisch. Für Sprinter Aleixo-Platini Menga, der ein Tag früher die Reise nach Rio angetreten hat und sich zurzeit mit Vorfreude im Olympischen Dorf befindet, gilt sich erst einmal für das Halbfinale zu qualifizieren. Er wird am 13. August um 9:30 Uhr, über 200 Meter an den Start gehen und um den Einzug in das Halbfinale kämpfen. Sein Start über die 4x100-Meter-Staffel hängt von seiner Leistung über die 200 Meter, sowie von der Gesamtsituation im deutschen Team ab.

Jennifer Oeser wird insgesamt sieben Disziplinen im Estádio Olímpico João Havelange absolvieren. Sie hat sehr gute Chancen unter die besten zehn Siebenkämpferinnen der Welt zu kommen.  Mit einem guten Einstieg, am ersten Wettkampftag über 100 Meter Hürden, Hochsprung, Kugelstoßen und dem 200 Meter Sprint kann sie bei den Olympischen Spielen eine Gesamtpunktzahl zwischen 6300-6500 Punkten erzielen. Speerwerferin Linda Stahl kann die Medaillenplätze in Rio de Janeiro im Auge behalten. Nachdem sie die Qualifikation am 16. August, um 20:35 Uhr meistern wird, kann sie zwei Tage später im Finale um die Podestplätze werfen. Ihr Trainer Helge Zöllkau wird sie dabei direkt vor Ort unterstützen.

Heute geht der nächste Flieger mit Hindernisläuferin Sanaa Koubaa und Mittelstreckenläuferin Konstanze Klosterhalfen nach Rio. Am 13. August um 10:05 Uhr steht Sanaa Koubaa über die 3000 Meter im Vorlauf an der Startlinie. „Nervös bin ich gar nicht, aber meine Vorfreude ist riesig.“ Das Finale am kommenden Montag (15. August) wäre ein Highlight. Aber Sanaa Koubaa bleibt auch hier ihrem Charakter treu. „Wenn ich im Vorlauf Bestzeit laufe und damit dennoch nicht ins Finale komme, bin ich damit total zufrieden“, sagt sie und hofft auf einen mittelschnellen Vorlauf. „Bitte kein Bummeltempo.“ Dann will sie im Feld mitschwimmen und auf ihre Chance lauern.  Eine der jüngsten Starterinnen bei den Olympischen Spielen ist Mittelstreckenläuferin Konstanze Klosterhalfen. Ihr Ziel ist in Rio: „Dass ich, wenn ich am Start stehe, alles geben kann und zeigen kann wofür ich trainiert habe und dass es dann eine schöne Zeit wird.“ Vor ihrem Wettkampf versucht sie erst einmal alles auszublenden, um nicht allzu nervös zu werden. Am ersten Wettkampftag wird sie um 20:30 Uhr im Vorlauf über 1500 Meter an den Start gehen. Mit neuntzehn Jahren hat sie nichts zu verlieren und ihr Trainer Sebastian Weiß traut ihr einiges zu. „Es ist alles möglich. Wir denken von Runde zu Runde. Ins Halbfinale zu kommen wäre schon sehr gut, aber es muss auch dann noch nicht Schluss sein, es kann alles passieren. Doch erst einmal ist es wirklich super, dass sie mit dabei ist“, berichtet ihr Trainer Sebastian Weiß.

Der TSV Bayer 04 Leverkusen ist auch beim Weitsprung mit Alyn Camara in Brasilien vertreten. Er sicherte sich bei seiner letzten Chance, dass Ticket nach Rio. Unter die besten Zwölf zu kommen und im Finale zu stehen ist erst einmal das Ziel von Alyn Camara. Hochspringer Mateusz Przybylko, der die Saison über mit Fußbeschwerden zu kämpfen hatte, qualifizierte sich prompt bei seinem ersten Wettkampf der Saison für die Olympischen Spiele. In Rio de Janeiro wird er in erste Linie versuchen seine Bestleistung zu bestätigen, alles zu geben und die Latte so hoch wie möglich zu überqueren.

Für alle Athleten sind die Olympischen Spiele ein lang ersehntes Ziel und die sportliche Krönung ihrer Karriere, wofür sie jahrelang, Tag für Tag hart trainiert haben. Es ist ein Traum der in Erfüllung geht, an den sie sich wohl ihr ganzes Leben lang erinnern werden.

 

Maureen Luginger

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