Sport ist unsere Leidenschaft
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Niemals aufgeben, trotz Rückschläge sein Ziel immer im Auge behalten

Tobias Scherbarth. Foto: beautiful sports / Axel Kohring
Tobias Scherbarth. Foto: beautiful sports / Axel Kohring

Fr, 05.08.2016 | Leichtathletik

Niemals aufgeben, trotz Rückschläge sein Ziel immer im Auge behalten

Tobias Scherbarth im Porträt

Für Höhenjäger Tobias Scherbarth sind es die ersten Olympischen Spiele in seiner Karriere.
Start: 13. August, um 20:20 Uhr (Ortszeit)

Steckbrief:

geboren am: 17.08.1985 in Leipzig
Größe: 1,95 Meter
Gewicht: 86 kg
Trainer: Leszek Klima
Beruf: Diplom-Sportwissenschaftler

Sportliche Eckdaten:
Persönliche Bestleistung:
5,75 Meter (2016)

„Es ist schon ein Lebenstraum der in Erfüllung geht und ich habe wirklich drei, vier Jahre in den Sand gesetzt, aufgrund von Knochenbrüchen und konnte gar keine Wettkämpfe machen. Es war eine langwierige, schwierige Zeit die ich durchmachen musste, deswegen genieße ich das jetzt alles umso mehr“, sagte Tobias Scherbarth im Interview.

Er begann im Alter von 10 Jahren mit der Leichtathletik, anfangs mit allen Disziplinen. Im Laufe der Jahre stellte sich heraus, dass es im Stabhochsprung am besten klappte. Von Leipzig ging es in die Trainingsgruppe von Leszek Klima nach Leverkusen. „Am Stabhochsprung fasziniert mich die Komplexität der Bewegung, die Energie die man für einen Sprung aufbringen muss und der Nervenkitzel vor und während eines jeden Sprungs", erklärt der Leverkusener, der auch die vielen Freundschaften schätzt, die er in zahlreichen Trainingslagern und Wettkämpfen beim Austausch über seine Leidenschaft geschlossen hat. Bis zum Jahr 2009 ging es kontinuierlich bergauf, als ihm zum ersten Mal die Qualifikation für eine Weltmeisterschaft gelang. Fünf Tage nach seiner WM-Nominierung brach sich der gebürtige Leipziger bei der Universiade in Belgrad (Serbien) den Mittelfuß und musste seine Teilnahme absagen. Im darauffolgenden Jahr verpasste er die Europameisterschaften in Barcelona (Spanien): Nach einem hoffnungsvollen Einstieg mit 5,71 Metern in Engen brach er sich erneut kurz vor dem Saison-Höhepunkt den Fuß und riss sich die Bänder. Drei Jahre haben ihm die Verletzungen gekostet. Mit viel Geduld und kleinen Schritten meisterte er die Zeit gemeinsam mit seinem Trainer Leszek Klima. Ein neues Trainingskonzept kam hinzu, das möglichst schonend für die Füße ist. „In der Arbeit mit Dan Pfaff in Amerika habe ich biomechanisch meinen Laufstil, meinen Fußkontakt umgestellt.“ Die Kombination aus seinem Heimtraining in Leverkusen und Trainingslagern in Phoenix behält er bis heute bei.

Dann ging es endlich wieder bergauf. 2014 war Tobias Scherbarth der beste deutsche Stabhochspringer, verbesserte in Phoenix (USA) seine persönliche Bestleistung auf 5,73 Meter. Im selben Jahr sicherte er sich in Ulm seinen ersten deutschen Meistertitel.  Die Hallen-EM im März 2015 in Prag (Tschechische Republik) war die nächste Station. Dort erreichte der Deutsche Meister von 2014 das Finale, das er mit Rang neun abschloss. Aber es sollte in diesem Jahr noch besser kommen: Tobias Scherbarth reiste nach Peking zu seinen ersten Weltmeisterschaften. Sein großes Ziel - die Top Acht - war mit Platz sieben erreicht. Nach dem langen Weg ein großer Erfolg für Tobias Scherbarth.

Im Olympia-Jahr 2016 ist er aktuell der beste deutsche Stabhochspringer. 
„Ich möchte erst einmal ins Finale springen. Für mich ist die Qualifikation der Hauptwettkampf, weil ich auch bei den Europameisterschaften gesehen habe, wie schwierig es ist, die Qualifikation zu überstehen. Demzufolge denke ich noch nicht an Medaillen, der Fokus liegt zuerst auf der Qualifikation.“
Mit Trainer Leszek Klima arbeitet Tobias jetzt noch an Feinarbeiten, täglich drei bis vier Stunden.

Der Musikfan, der in seiner Freizeit so oft wie es geht Gitarre und Basketball spielt, hat die Olympia-Norm von 5,70 Meter in Zweibrücken geknackt und bestätigte seine Leistung dann mit dem deutschen Meistertitel in Kassel. Die Stabhochsprung-Classics in Leverkusen waren auch sehr erfolgreich für ihn. Dort wurde der Lokalmatador schließlich mit persönlicher Bestleistung von 5,75 Metern Dritter.

Größte Erfolge:
Weltmeisterschaften: 
7. Platz 2015

Deutsche Meisterschaften: 

Gold 2016
Silber 2015
Gold 2014
Bronze 2013
Silber 2009
Hallen-DM: 
Gold 2015

 

Maureen Luginger

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