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Lokalhelden sind “Ready for Rio”

Ready for Rio (v.l.): Heinrich Popow, Joachim Strauss, Felix Streng, Anne Wingchen, Karl-Richard Frey,  Jörg Frischmann, Jürgen Beckmann, Alexandra Ndolo, Linda Stahl. Foto: KS-Verlag.
Ready for Rio (v.l.): Heinrich Popow, Joachim Strauss, Felix Streng, Anne Wingchen, Karl-Richard Frey, Jörg Frischmann, Jürgen Beckmann, Alexandra Ndolo, Linda Stahl. Foto: KS-Verlag.

Mi, 08.04.2015 | Vereinsnews

Lokalhelden sind “Ready for Rio”

Etwa 500 Tage vor dem Beginn der Olympischen Spiele und Paralympics hat der TSV Bayer 04 Rio 2016 fest im Blick.

Bei einem Treffen mit Medienvertretern erläuterten Sportlerinnen und Sportler sowie Funktionsträger, wie sie sich auf das Sport-Highlight in Brasilien (Olympischen 05.-21.08.2016, Paralympics 07.-18.09.2016) einstimmen.

TSV-Geschäftsführerin Anne Wingchen blickte zunächst zurück auf die Spiele 2012 in London, wo der der Bayer-Verein mit 26 Startern und schließlich 13 Olympia- und Paralympics-Medaillen außerordentlich erfolgreich war. „Unser Ziel ist es ohne Frage, auch in Rio wieder mit vier Sportarten und einer ähnlichen Anzahl von Athleten antreten zu können“, gab sich Anne Wingchen optimistisch.

Eine, die in London mit Bronze dekoriert worden war, ist Speerwerferin Linda Stahl. Inzwischen ist die 29-Jährige ausgebildete Ärztin, was sie jedoch nicht davon abhält, weiterhin mit großen Ambitionen ihren Sport zu verfolgen: „Bei meinen letzten Olympischen Spielen werde ich alles versuchen, um nochmal aufs Treppchen zu kommen“, erklärt Linda Stahl.

Ebenfalls mit reichlich Erfahrung ausgestattet ist Heinrich Popow, paralympischer Sprinter, der keinen Zweifel an seiner Mission aufkommen lässt: „Ich fahre nach Rio, um meinen Titel zu verteidigen“. Klare Ansage. Vor etwa einem Jahr war Popow, der unter anderem in seiner Paradisziplin über 100 Meter in der Klasse der Oberschenkelamputierten startet, übrigens schon mal in Brasilien. Dort hat er während einer „Runners Clinic“ Amputierten gezeigt, wie sie wieder „auf die Beine“ kommen. Auch 2016 darf sich die Konkurrenz in Rio gerne etwas von ihm abgucken – am liebsten von hinten.

Felix Streng fährt in jedem Fall nach Rio – zumindest in gut einer Woche zu einem Promotion-Wettkampf für die Paralympics. Dabei ist der 200-Meter-Sprinter auch mit Blick auf das Jahr 2016 optimistisch. „Ich rechne mir gute Chancen aus, bei den Paralympics dabei zu sein“, so Felix Streng.

Judoka Karl-Richard Frey kennt sich in der sportlichen Weltgeschichte bereits bestens aus, gegen einen Trip nach Brasilien hätte aber auch er nichts einzuwenden. Auch wenn die Konkurrenz sicher nicht schläft, macht sich der 100-Kilo-Mann, der bereits Titel  als Deutscher Meister, U23-Europameister sowie EM-Bronze bei den Männern vorweisen kann, berechtigte Hoffnungen. „Als Weltranglisten-Dritter bin ich in einer guten Situation. Wenn alles normal läuft und ich weiter meine Leistungen bringe, sollte es mit Olympia klappen“.

Fechterin Alexandra Ndolo wird sich über die Deutsche Nationalmannschaft für Olympia qualifizieren müssen. An der Seite von Vereinskollegin und Olympiasiegerin Britta Heidemann sowie zwei weiteren Athletinnen hofft sie, über das Team auch das Einzel-Ticket lösen zu können. „Ich halte es für durchaus realistisch, dass wir dabei sind“, meint Alexandra Ndolo.

Neben den Athleten fiebern auch die Verantwortlichen dem Top-Ereignis in Brasilien entgegen. Leichtathletik-Abteilungsleiter Joachim Strauss hält es für möglich, „dass wir mit sechs bis acht Sportlerinnen und Sportlern  in Rio an den Start gehen“, vermutet er.

Behindertensport-Geschäftsführer Jörg Frischmann sieht seine Abteilung auf einem guten Weg in Richtung Rio. „Neben unseren Leichtathleten haben auch unsere Schwimmer und Sitzvolleyballer gute Chancen, sich für Rio zu qualifizieren“, ist Frischmann überzeugt.

Sämtliche Olympia- und Paralympics-Kandidaten gehören übrigens dem Bayer-Top-Team an. „Mit diesem Top-Team wollen wir die Rahmenbedingungen für Sportlerinnen und Sportler mit internationalen Medaillenperspektiven weiter optimieren“, erklärt Bayer-Sportkoordinator Jürgen Beckmann. Eingesetzt werden können die Mittel, die zusätzlich zur grundlegenden Vereinsförderung zur Verfügung gestellt werden, zum Beispiel für zusätzliche Trainingsmaßnahmen, weiteres Equipment oder ergänzende Physiotherapie-Anwendungen.

Damit auch die Leverkusener Bevölkerung schon auf dem Weg nach Rio 2016 entsprechend „mitgenommen“ werden kann, hat der Verein verschiedene Maßnahmen vorbereitet, die die einzelnen Meilensteine in der Öffentlichkeit sichtbar werden lassen sollen. „Wir haben mit zahlreichen Leverkusener Unternehmen und Institutionen sehr positive Gespräche geführt“, berichtet Geschäftsführerin Anne Wingchen, die gemeinsam mit Kommunikationsleiter Uwe Pulsfort zum Beispiel beim Sportpark Leverkusen oder dem Smidt Wohncenter auf offene Ohren gestoßen ist. Auch die Rathaus-Galerie hat großes Interesse signalisiert, das Thema Rio 2016 im Einkaufszentrum aufzugreifen, ebenso möchte sich die Sparkasse Leverkusen einbringen, die Bayer AG mit unterschiedlichen Aktionen sowieso. Die konkrete Ausgestaltung folgt in den nächsten Wochen. Und wenn es nach dem Willen der TSV-Verantwortlichen geht, dann soll man – je näher die Spiele in Brasilien rücken – in Leverkusen am Thema Rio und an den aus dem Jahr 2012 bekannten „Leverkusener Lokalhelden“ nicht mehr vorbei kommen können.

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