Für Wissbegierige
Sebastian Brach und die GIANTS mussten gegen Trier eine Niederlage hinnehmen / Foto: Nils Althoff
Sebastian Brach und die GIANTS mussten gegen Trier eine Niederlage hinnehmen / Foto: Nils Althoff

| Basketball

Solide Leistung im ersten Test

Zum Auftakt in die Vorbereitung 2025 verloren die BAYER GIANTS Leverkusen gegen die VET-CONCEPT Gladiators Trier mit 69:100 (35:38).


Während draußen die Sonne schien und es ziemlich warm war, konnten sich die exakt 614 Zuschauer in der Ostermann-Arena Abkühlung verschaffen. Denn zum Auftakt in die Preseason 2025 gab es im unteren Umlauf der Halle kostenfreies Softeis. Wenn das nicht einmal ein verheißungsvoller Start in den Abend war…

Gute erste Halbzeit, schwindende Kräfte in Hälfte Zwei

Die BAYER GIANTS starteten mit Luca Kahl, John Williams Jr., Donte Nicholas, Vatangoe Donzo und Dennis Heinzmann in das Testspiel gegen Trier. Die Gladiators, angeführt von Headcoach Jacques Schneider, der von 2013 bis 2023 in Leverkusen coachte, fanden besser in die Begegnung. Dies lag vor allem an Jordan Roland, der gleich zwei erfolgreiche Distanzwürfe in Serie verwerte (8:0 – 4. Spielminute). Den ersten Korb der Hausherren markierte Sebastian Brach, der per Korbleger traf. In der Folge wurden die „Giganten“ jedoch immer stärker und machten Punkt um Punkt auf Trier gut. Es entwickelte sich ein erstes Viertel auf Augenhöhe, welches durchaus ansehnliche Momente für die Zuschauer parat hatte. So gingen die ersten zehn Minuten, unter dem anerkennenden Applaus der GIANTS-Fans, beim Ergebnis von 24:24 zu Ende.
Der zweite Durchgang war nicht weniger erfolgreich für C.J. Oldham, Viktor Ziring & Co. Die „Riesen vom Rhein“ ärgerten nicht nur den Bundesligisten, sie gingen gar in Führung (28:25 – 13. Spielminute). Dies lag in dieser Phase vor allem an der guten Verteidigungsarbeit der GIANTS, welche Trier zu einigen Fehlern zwang. Auf der Gegenseite gelang es BAYER immer wieder Lücken in die Gladiators-Defensive zu reißen. Beide Mannschaften legten ein rasantes Tempo, mit vielen tollen Aktionen, an den Tag. Mit 35:38 ging es in die Kabine.

Die Hoffnungen der Anhänger des Rekordmeisters waren groß, dass das Team auch in der zweiten Hälfte munter mitmischen würde. Doch die Kräfte der Farbenstädter schwanden von Minute zu Minute. Der Klassenunterschied wurde mit zunehmender Dauer der Paarung immer deutlicher. Die GIANTS begangen einfache „Unforced Errors“, wie man so schön im Fachjargon sagt. Sprich Fehler, die ohne Fremdeinwirkung geschahen. Sei es ein Ballverlust durch einen Schrittfehler oder ein Pass, welcher im Seitenaus landete – der ProB-Champion machte sich das Leben selber schwer. Nach Viertel Nummer Drei setzten sich die Rheinland-Pfälzer auf 13 Zähler ab (53:66).
Im Schlussdurchgang probierten Trier und Leverkusen noch das eine oder andere auf dem Parkett aus. Die Gladiators pressten BAYER einige Minuten über das Feld um zusätzlichen Druck zu erzeugen. Die Gastgeber hatten dann doch einige Schwierigkeiten mit dieser sehr physischen Art der Verteidigung umzugehen. Die Moselstädter führten inzwischen recht deutlich und den GIANTS blieb in dieser Phase oftmals nur die Rolle des Zuschauers. Allerdings wollte man sich nicht kampflos ergeben und versuchte auch in dieser Zeit dem Gegner Paroli zu bieten. Nach sehr intensiven 40 Spielminuten unterlag der 14-malige Deutsche Meister dem ProA-Meister 2025 mit 69:100.

Einen guten Eindruck hinterlassen hat John Williams Jr. Der Neuzugang aus der Slowakei überzeugte mit erfolgreichen Schnellangriffen und sorgte immer wieder für Unruhe in der Trierer Defense. Am Ende gelangen dem Guard 13 Zähler und drei Rebounds.
Vatangoe Donzo fand noch nicht richtig in der GIANTS-Offensive statt, allerdings zeigte er in der Verteidigung einen guten Einsatz und hing wie eine „Klette“ an seinem Gegenüber.
„Man of the Match“ bei BAYER war Donte Nicholas, der mit 16 Zählern und sechs eingesammelten Abprallern zu glänzen wusste.

Die Stimmen zum Spiel

Michael „Mike“ Koch (Headcoach BAYER GIANTS Leverkusen): „Ich glaube alles in allem können wir mit dem Auftritt der Mannschaft gegen Trier sehr zufrieden sein. Wenn man bedenkt, dass wir erst etwas länger als eine Woche im Team trainieren, war das schon in Ordnung. Wir sind mit der physischen Verteidigung von Trier über weite Strecken zurechtgekommen, aber genau das wollten wir mit dieser Partie bezwecken. Es wird in der ProA Gegner geben, die uns in der Defensive arg fordern werden. Von daher gilt es direkt dagegenzuhalten. Dies ist uns in den ersten zwanzig Minuten gut gelungen. Im Anschluss allerdings war spürbar, dass uns die Kräfte verlassen hatten. Die Gladiators haben ihre Würfe vor allem im Schlussdurchgang hochprozentig getroffen und wir haben vermehrt einfache Fehler gemacht. Dass wir aber im ersten Test gegen einen Bundesligisten so viel Herz auf dem Parkett gelassen haben, macht mich für die Zukunft optimistisch. Der Start in die Vorbereitung ist definitiv gelungen!“

Jacques Schneider (Headcoach VET-CONCEPT Gladiators Trier): „Mein Fazit fällt insgesamt gut aus. In der ersten Halbzeit hatten wir Probleme, defensiven Zugriff zu bekommen. Leverkusen hat auch schwierige Würfe getroffen und wir standen uns teilweise selber etwas im Weg. Wir sind dann sehr gut aus der Halbzeitpause gekommen und die Spieler haben heute sehr viel Eigenverantwortung übernommen. Wir haben mit sehr hoher Pace gespielt und dadurch passieren verständlicherweise mehr Fehler – das würden wir in einem normalen Saisonspiel so sicherlich nicht machen. Wir haben viel ausprobiert, rotiert und jeder hat gute Situationen gehabt, sowie Situationen an denen wir arbeiten können im nächsten Spiel. Es ist der zweite Sieg im zweiten Testspiel und wir haben gegen einen ProA-Ligisten deutlich gezeigt, was in uns steckt.“

Scoring BAYER GIANTS Leverkusen (vs. Trier): Donte Nicholas (16 Punkte), John Williams Jr. (14), Sören-Eyke Urbansky (8), Sebastian Brach (8), Viktor Ziring (6), Dennis Heinzmann (5), C.J. Oldham (5), Calin Nita (3), Vatangoe Donzo (2), Luca Finn Kahl (2), Lars Kremer (DNP) und Tim Schnelle (DNP)

Christopher Kwiotek (CK)

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