Marlene Meier verteidigt Deutschen Meistertitel
Am zweiten Tag der Hallen-DM gelang der Hürdensprinterin der große Coup.
Nach den ersten zwei Tagen bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle blickt der TSV auf drei Medaillen und einige vierte Plätze zurück.
Marlene Meier stürmt zur Titelverteidigung
Die 60 Meter Hürden der Frauen galten schon im Vorfeld der DM als eines der großen Highlights. Die Ausgangslage versprach Hochspannung: nur die erstplatzierte Athletin wird bei erfüllter Norm sicher für die Hallen-WM in Torun nominiert. Entsprechend hochklassig präsentierte sich das Feld. Mehrere Athletinnen hatten in dieser Saison bereits ihre starke Form unter Beweis gestellt. Titelverteidigerin Marlene Meier sowie Rosina Schneider (TV Sulz) waren in den vergangenen Wettkämpfen sogar schon unter der Hallen-WM-Norm von 8,02sek geblieben.
In den Halbfinalläufen unterbot Marlene Meier als einzige Athletin die Acht-Sekunden-Schallmauer und qualifizierte sich in 7,98sek für das Finale. Die Vorjahresdritte Franziska Schuster präsentierte sich ebenfalls stark und zog als Drittschnellste mit einer Zeit von 8,06sek ins Finale ein. Hier sollte es dann wie erwartet richtig schnell werden. Marlene zog im Laufe des Rennens an die Spitze und siegte mit eingestellter Bestzeit von 7,92sek. Hiermit hat sie ihr Hallen-WM-Ticket sicher. Franzi verpasste die Medaillenränge denkbar knapp und wurde mit neuer Bestzeit von 8,03sek Vierte.
Marlene zeigte sich im Anschluss sehr glücklich: „Ich habe heute alle meine Ziele erreicht und bin super happy. Ich laufe nächste Woche nochmal beim ISTAF in Berlin, bei meinem Lieblingsrennen, da bin ich auch gespannt. Mir sind heute auch schon ein paar Fehlerchen aufgefallen, vielleicht kann es da nochmal schneller werden. Und dann kommt die Hallen-WM. Im Sommer will ich genau das, was ich hier am Start gelernt habe, umsetzen und das über die ganzen 100 Meter durchziehen."
Stefan Volzer wird Deutscher Vizemeister
Über die 60 Meter Hürden der Männer ging Stefan Volzer mit seiner Vorleistung von 7,75sek favorisiert in den Wettbewerb. Nach den Ausfällen von Trainingskollege Tim Eikermann, Gregory Minoue (Tracksrunner Bonn) und Manuel Mordi (Hamburger SV) lief es auf ein Duell mit dem Frankfurter Zehnkämpfer Fred Isaac Fleurisson hinaus, der mit 7,80sek anreiste.
Stefan gewann seinen Halbfinallauf souverän in 7,94sek und qualifizierte sich somit für das Finale. Fleurisson zeigte sich in starker Verfassung und steigerte sich im Halbfinale auf 7,75sek. Das Finale versprach somit Hochspannung. Stefan zeigte ein starkes Rennen und wurde schließlich in 7,80sek Zweiter.
Nach seinem Wettkampf zeigte sich Stefan nicht ganz zufrieden: „Ich bin ein bisschen zwiegespalten. Da wäre deutlich mehr Dirn gewesen, ich hatte ein zwei Fehler an der zweiten und dritten Hürde. Es ist bitter, dass der Titel futsch ist, aber mit der 7,80 habe ich trotzdem nochmal ein konstantes Niveau gezeigt Die Hallensaison war insgesamt super, ich bin Bestzeit gelaufen, da kann man schon zufrieden sein. Heute Abend ärgere ich mich noch, aber ich denke, die Tage kann man sich schon drüber freuen. Am Freitag laufe ich noch beim ISTAF in Berlin, da werde ich nochmal voll attackieren. Im Sommer will ich nochmal Bestzeit laufen und dann schauen wir, wofür es reicht."
Bianca Stichling gewinnt Silber im Hochsprung
Im Hochsprung der Frauen war der TSV doppelt vertreten. Titelverteidigerin Bianca Stichling und Mehrkämpferin Anna-Elisabeth Ehlers gingen mit berechtigten Medaillenambitionen an den Start. Beide hatten in dieser Saison bereits starke Leistungen gezeigt und zählten zum Favoritinnenkreis.
Der Einstieg gelang souverän. Sowohl Bianca als auch Anna-Elisabeth meisterten ihre Anfangshöhe von 1,75m sicher und übersprangen anschließend auch 1,80m jeweils im ersten Versuch. Bei 1,84m mussten beide Athletinnen in den zweiten Versuch, blieben dann aber erfolgreich im Wettbewerb. Bei 1,88m setzte Bianca ein Zeichen: im zweiten Versuch überquerte sie die Latte mit viel Luft nach oben und hielt damit die Titelchance aufrecht. Anna-Elisabeth hingegen fand bei dieser Höhe keinen erfolgreichen Versuch mehr und belegte am Ende einen starken vierten Platz.
In der entscheidenden Phase des Wettbewerbs war Bianca schließlich nur noch mit Imke Onnen von Cologne Athletics im Rennen. Die 1,91m schienen für Bianca durchaus machbar, doch die Latte wollte nicht liegen bleiben. Onnen überquerte diese Höhe und sicherte sich damit den Titel. Bianca durfte sich über starke 1,88m und den Gewinn der Silbermedaille freuen.
Bianca im Anschluss an ihren Wettkampf: „Ich bin auf jeden Fall zufrieden. Es hätte gerne auch ein bisschen höher sein dürfen, aber beim Saisonhöhepunkt nochmal eine Season Best anzubieten, damit bin ich happy. Bei den Fehlversuchen bei 84 und 88 war der Anlauf nicht ganz so rund, wie davor. Ich habe ein bisschen was verändert, was auf jeden Fall unnötig war. Aber ich bin zufrieden, dass ich es in den zweiten Versuchen gut umsetzen konnte. Ich habe gemerkt, dass es mal wieder Zeit für die Neun hinter dem Komma ist und das auch möglich war, deshalb bin ich auch ein kleines bisschen enttäuscht. Dieses Jahr will ich auf jeden Fall Bestleistung springen und die EM in Birmingham ist dann auch in Reichweite."
Vierter Platz für Blech - Askovic, Nores und Meyberg in der Top-8
Mit Torben Blech ging im Stabhochsprung der Männer der Titelverteidiger an den Start und erwischte einen bitteren Tag. Nach erfolgreichem Einstieg über 5,40m ließ er 5,50m aus und scheiterte drei Mal an den folgenden 5,60m. Hiermit belegte er Rang vier.
Über die 60 Meter der Männer qualifizierte sich Neuzugang Aleksandar Askovic für das Finale und belegte hier in 6,67sek Rang acht. Bereits am Freitagabend lieferten zwei unserer TSV-Läufer*innen erfreuliche Ergebnisse. Über die 3.000 Meter der Frauen sicherte sich Lotte Meyberg in 9:19,05 Min einen starken sechsten Platz. Max Nores unterbot seine 3.000 Meter Bestzeit um fast zehn Sekunden und wurde in einem hochklassigen Feld mit einer Zeit von 7:58,96 Min Achter.
Mehr aus dem Bereich Leichtathletik lesen.
