Kein Grund zur Freude
Die Negativserie der BAYER GIANTS hält auch nach dem 16. Spieltag an. Mit 73:84 unterlagen die Leverkusener Basketballer in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA den Paderborn Baskets.
Es waren noch etwa 15 Sekunden zu spielen, als Gasttrainer Milos Stankovic eine Auszeit nahm, um noch einmal mit seiner Mannschaft zu sprechen. Die Begegnung war zu diesem Zeitpunkt schon zu Gunsten der Ostwestfalen entschieden, zahlreiche Fans nutzten allerdings die Gelegenheit und verließen die mit insgesamt 1.820 Zuschauern gut besuchte Ostermann-Arena schlagartig. Nach ertönen des „Buzzers“, konnten auch die treusten Fans des Rekordmeisters ihre Enttäuschung nicht verbergen, schließlich setzte es mit 73:84 die zehnte Niederlage in Serie. Ein verdienter Erfolg für die Mannen aus Paderborn.
„Es ist doch klar, dass alle Beteiligten rund um den Klub enttäuscht sind. Das ist keine einfache Phase für den gesamten Basketballstandort Leverkusen“, wusste auch GIANTS-Headcoach Michael „Mike“ Koch die Niederlage seiner Jungs einzuordnen. „Ich möchte auch nicht mit Phrasen um mich werfen, aber wir können diesem Strudel nur gemeinsam entfliehen. Das Kollektiv muss über dem Wohl des Einzelnen stehen. Das müssen wir begreifen und so schnell wie eben möglich umsetzen. Anders funktioniert es nicht.“
Der Spielverlauf: Im vierten Viertel sorgt Paderborn für die Entscheidung
Den Baskets begegneten die BAYER-Basketballer, ähnlich wie zuletzt gegen Köln, Nürnberg und Wolmirstedt/Magdeburg, auf Augenhöhe. Keine Mannschaft hatte das Momentum auf der eigenen Seite. Paderborn und Leverkusener verwerteten ihre Wurfchancen in der ersten Halbzeit hocheffizient, allerdings war ansonsten die Fehleranzahl hoch. Mal trat ein Akteur auf die Seitenauslinie, bei anderer Gelegenheit flog ein Pass über die Köpfe der eigenen Mitspieler hinweg. So lag die Anzahl an Turnover auf Seiten der „Giganten“ nach zwanzig absolvierten Spielminuten bei elf „Wir haben viel zu viele einfache Fehler gemacht und diese haben immer wieder dafür gesorgt, dass der Rhythmus verloren ging. Da müssen wir uns an die eigene Nase fassen“, gibt Koch selbstkritisch zu Protokoll. Dennoch lag der dreifache ProB-Meister zur Pause lediglich mit einem Zähler zurück (41:42).
Auch im Anschluss an die fünfzehnminütige Verschnaufspause war es eine Partie, in der sich kein Team einen entscheidenden Vorteil erspielen konnte. Die Führung wechselte hin und her, bevor Paderborn im Schlussdurchgang die Kontrolle über das Geschehen auf dem Parkett übernahm. Jonathan Klussmann, dänischer Nationalspieler in Reihen der Paderborner, traf die wichtigen Würfe, setze seine Teamkollegen gut in Szene und die Baskets gingen erstmalig zweistellig in Front. BAYER dagegen konnte diesmal nicht Schritt halten und so ging, wie bereits oben erwähnt, die Paarung mit 73:84 verloren.
Koch: „Wir möchten nicht den Kopf in den Sand stecken"
„Es gibt Dinge, die machen wir nicht schlecht und darauf lässt sich sicherlich aufbauen“, fasste Koch im Anschluss der insgesamt 12. Saisonniederlage zusammen. „Aber wir machen zu viele Dinge falsch, welche uns am Ende immer wieder auf die Füße fallen. So verlierst du in einer Liga, in der du nichts geschenkt bekommst. Wir sind selbstkritisch genug, um zu wissen, dass es nicht läuft, wie wir es uns gewünscht hatten. Den Kopf in den Sand stecken wollen wir aber auch nicht. Wir werden in der kommenden Woche akribisch an unseren Defiziten arbeiten.“
Eine neue Chance zu gewinnen, haben Sebastian Brach, Sören-Eyke Urbansky & Co. am Sonntag (11.01.2026) um 16 Uhr wieder. In der Rundsporthalle sind dann die HAKRO Merlins Crailsheim zu Gast.
Scoring BAYER GIANTS (vs. Paderborn Baskets): John Williams Jr. (18 Punkte), Ricardo Lynch (13), Kobe Langley (12), Donte Nicholas (11), Dennis Heinzmann (8), Sebastian Brach (6), Viktor Ziring (3), Sören-Eyke Urbansky (2) und Luca Finn Kahl.
Christopher Kwiotek (CK)
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