Für Wissbegierige
Das JBBL-Team ist nach großem Kampf aus den Playoffs ausgeschieden.
Das JBBL-Team ist nach großem Kampf aus den Playoffs ausgeschieden.

JBBL: Playoff-Aus nach großem Kampf

Die U16 der Bayer Giants Leverkusen hat sich in der ersten Runde der JBBL-Playoffs nach drei intensiven Spielen gegen KICKZ IBAM geschlagen geben müssen. Nach dem deutlichen 95:74-Erfolg im ersten Spiel in eigener Halle war die Ausgangslage vielversprechend – doch in München entschieden am Ende Nuancen eine Serie, die über weite Strecken völlig offen war.


IBAM, eine ambitionierte und gut organisierte Mannschaft, die bereits in der Hauptrunde ihre Qualität gezeigt hatte, nutzte vor allem in den entscheidenden Momenten ihre Chancen etwas konsequenter. Leverkusen dagegen war in beiden Auswärtsspielen nah dran – teilweise sogar näher, als es die Ergebnisse vermuten lassen.

Spiel 2: IBAM setzt die ersten Akzente

Im zweiten Spiel (77:68) erwischten die Gastgeber den besseren Start und bestimmten früh den Rhythmus. Ohne Führungswechsel entwickelte sich eine Partie, in der Leverkusen zwar immer wieder Anschluss fand, den Rückstand jedoch nie ganz schließen konnte.

Die Zahlen erzählen dabei einen wesentlichen Teil der Geschichte: IBAM sicherte sich 52 Rebounds, darunter 20 am offensiven Brett, und kam so immer wieder zu zweiten Chancen (17 Punkte). Dazu kam eine außergewöhnliche Präsenz in Korbnähe mit 13 Blocks – ein Faktor, der viele Leverkusener Abschlüsse erschwerte.

Die Giants hielten dennoch dagegen. Niko Granderath führte sein Team mit 26 Punkten und 10 Rebounds an, traf 10 seiner 25 Würfe und zog sechs Fouls. Luca Dyck ergänzte mit effizienten 10 Punkten (4/7). Insgesamt fehlte jedoch die Konstanz im Abschluss: 38 Prozent aus dem Feld und 29 Prozent von der Freiwurflinie (7/24) waren in einem engen Spiel letztlich zu wenig.

Auf Seiten der Münchner ragte Nicolás Prestes Mourao heraus. Mit 12 Punkten, 18 Rebounds und beeindruckenden 12 Blocks gelang ihm ein seltenes Triple-Double. Myroslav Popov (20 Punkte, ohne Ballverlust) und Luis Sejdijaj (17 Punkte, 54 % Trefferquote) sorgten zusätzlich für offensive Stabilität.

Spiel 3: Ein Spiel der Läufe – und der Entscheidungen

Das entscheidende dritte Spiel entwickelte sich zu einem echten Playoff-Krimi. Acht Gleichstände und fünf Führungswechsel unterstrichen, wie eng beide Teams beieinander lagen.

Leverkusen präsentierte sich in vielen Bereichen sogar verbessert: 45 Prozent Trefferquote aus dem Feld, ein leichtes Plus im Rebound-Duell (49:45) und eine geschlossene Teamleistung mit mehreren zweistellig punktenden Spielern. David Mainassara Amadou (14 Punkte, 6 Rebounds, 63 %), Miles Jarchow (14 Punkte), Mats Hake (12 Punkte, 5/6 Würfe) und Enes Demir (10 Punkte) übernahmen Verantwortung und hielten das Spiel offen.

Gleichzeitig zeigte sich, wie entscheidend Ballkontrolle auf diesem Niveau ist: 24 Ballverluste nutzte IBAM konsequent aus und kam so zu 16 Steals – ein Unterschied, der sich besonders in der Schlussphase bemerkbar machte.

Und diese Schlussminuten hatten es in sich: Beim Stand von 67:67 gut fünf Minuten vor dem Ende war alles offen. Leverkusen übernahm wenig später die Führung und stellte auf 73:70 (2:42 Minuten). Die Chance auf die Entscheidung war greifbar.

Doch IBAM antwortete: Ein Ballgewinn unter Druck, ein schneller Korb durch Noah Adunka (10 Punkte, perfekte 5/5 aus dem Zweierbereich) und das Momentum kippte. Myroslav Popov übernahm Verantwortung, beendete das Spiel mit 28 Punkten, 4 Steals und 9 gezogenen Fouls – und führte sein Team durch die entscheidenden Sequenzen. Leverkusen hingegen gelang in den letzten Minuten kein weiterer Punkt.

Auf Augenhöhe – entschieden durch Details

Über beide Spiele hinweg zeigte sich ein klares Bild: Die Bayer Giants waren absolut konkurrenzfähig. In Spiel 3 sprachen Wurfquote und Rebounds sogar leicht für Leverkusen, während IBAM vor allem durch Ballgewinne, Präsenz in Korbnähe und konsequente Entscheidungen den Unterschied machte.

Es sind genau diese Details, die Spiele auf diesem Niveau entscheiden – und die für ein junges Team zugleich den größten Lernwert bieten.

Die Giants haben in dieser Serie gezeigt, dass sie Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen können und auch unter Druck Lösungen finden. Sie haben ein starkes Team über drei Spiele hinweg gefordert und waren nah dran, die Serie für sich zu entscheiden.

Mit erhobenem Kopf in die Zukunft

Auch wenn das Ausscheiden schmerzt, überwiegen die positiven Eindrücke. Die Entwicklung der Mannschaft, die Intensität der Spiele und die Fähigkeit, auf diesem Niveau mitzuhalten, sind klare Signale für den eingeschlagenen Weg.

Die Qualifikation für die kommende JBBL-Saison ist bereits gesichert. Mit den Erfahrungen aus dieser Serie – den guten wie den schmerzhaften Momenten – geht der Blick nun nach vorne. Eine enge, emotionale und hochklassige Serie, in der zwei Mannschaften auf Augenhöhe agierten. IBAM war in den entscheidenden Momenten einen Tick konsequenter – die Bayer Giants Leverkusen aber haben gezeigt, wie viel in ihnen steckt.


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