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Ehre wem Ehre gebührt: Die ausgezeichneten Sportlerinnen und Sportler im Spiegelsaal. Fotos: Pulsfort
Ehre wem Ehre gebührt: Die ausgezeichneten Sportlerinnen und Sportler im Spiegelsaal. Fotos: Pulsfort

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Festlicher Rahmen für großartige Erfolge

Medaillen, große Namen und leise Heldinnen und Helden – die Sportlerehrung der Stadt Leverkusen für das Jahr 2025 hatte wieder alles, was einen besonderen Abend ausmacht. Schauplatz war einmal mehr der Spiegelsaal von Schloss Morsbroich, der sich am frühen Abend schnell füllte. Sektempfang, musikalische Begleitung und viele vertraute Gesichter aus der Leverkusener Sportlandschaft sorgten schon beim Einlass für die passende Mischung aus festlichem Rahmen und familiärer Atmosphäre.


Das Kamingespräch mit Carlotta Wamser, Jule Roß, Markus Rehm und Anke Feller (v.l.)
Das Kamingespräch mit Carlotta Wamser, Jule Roß, Markus Rehm und Anke Feller (v.l.)

Pünktlich um 18.15 Uhr übernahm Anke Feller die Moderation. Eine Aufgabe, die in diesem Jahr alles andere als leicht war. Zehn Jahre lang hatte Sebastian Hempfling durch den Abend geführt, sein plötzlicher Tod im vergangenen Jahr hinterließ in der Leverkusener Sportwelt und darüber hinaus eine spürbare Lücke. Dass mit Anke Feller eine ehemalige Weltklasseathletin des TSV Bayer 04 Leverkusen ans Mikrofon trat, war folgerichtig – und menschlich wie fachlich die richtige Entscheidung. Mit viel Empathie, sicherem Gespür für Zwischentöne und der nötigen Lockerheit führte sie souverän durch das Programm.

Neu war auch der Gastgeber: Mit Stefan Hebbel begrüßte erstmals der neue Oberbürgermeister der Stadt Leverkusen die Gäste. In seiner Ansprache schlug er den Bogen von den zahlreichen sportlichen Erfolgen der Leverkusener Athletinnen und Athleten bis zu den oft weniger sichtbaren, aber unverzichtbaren Kräften im Hintergrund. Trainerinnen, Trainer, Betreuerinnen, Betreuer und vor allem die vielen Ehrenamtlichen seien das Fundament sportlicher Spitzenleistungen. Deutlich wurde auch sein Blick nach vorn: Die Olympia- und Paralympics-Bewerbung der Region KölnRheinRuhr sieht Hebbel als große Chance – sportlich, gesellschaftlich und für die gesamte Region.

Ein erster Höhepunkt folgte mit der Verleihung des Sport-Jugend-Ehrenamtspreises an Corinna Steeb von der Badmintonabteilung des SSV 1927 Lützenkirchen. Als Jugendwartin gab sie der Nachwuchsarbeit neuen Schwung und setzte mit der Mitentwicklung eines Schutzkonzeptes gegen interpersonelle Gewalt wichtige Impulse. Ein Preis, der zeigte, dass Engagement im Sport viele Gesichter hat – und oft sehr junge.

Gewohnt unterhaltsam präsentierte sich anschließend das Kamingespräch. Markus Rehm, Jule Roß und Carlotta Wamser gaben Einblicke in sehr unterschiedliche, aber gleichermaßen beeindruckende Karrieren. Rehm, vielfacher Paralympicssieger und seit 2011 international ungeschlagen, sprach offen über emotionale Momente bei der WM in Neu Delhi – der letzten mit seiner langjährigen Trainerin Steffi Nerius. Trotz frischer Operation und Krücken ließ er keinen Zweifel daran, dass der Blick nach vorn geht. Olympia und Paralympics in der Region? Für ihn ein enormer Motor.

Jule Roß erinnerte an ihre WM-Bronzemedaille über 400 Meter, ein „unbeschreibliches Gefühl“, und sprach über ihre Entwicklung in der Para-Leichtathletik. Der Weg in die Para-Abteilung sei rückblickend ein Glücksgriff gewesen – nun ist Los Angeles 2028 fest im Blick. Fußballerin Carlotta Wamser schließlich erzählte von einem Anruf im Urlaub und der überraschenden EM-Nominierung – Geschichten, wie sie nur der Sport schreibt.

Nach der Eintragung ins Goldene Buch der Stadt Leverkusen, an der neben den Gesprächsgästen auch weitere TSV-Leichatathletinnen- und Leichtathleten sowie Sitzvolleyballer und darüber hinaus Cracks anderer Sportvereine teilnahmen, gehörte das Schlusswort Klaus Beck, Vorsitzender des TSV Bayer 04 Leverkusen. Sein Dank galt dem ausrichtenden Sportpark Leverkusen, den Vereinen und vor allem den Sportlerinnen und Sportlern samt Umfeld. Die Leistungen des vergangenen Jahres, so Beck, hätten eine solche Würdigung mehr als verdient.

Mit Musik der Sportophonics, guten Gesprächen sowie leckeren Speisen und Getränken klang der Abend aus. Eine Erkenntnis blieb: Leverkusen ist sportlich verwöhnt – und weiß das zu feiern.

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