15 gute Minuten der GIANTS sind 25 zu wenig
Die Niederlagenserie der BAYER GIANTS in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA 2025/26 hält weiter an. Das Team von Headcoach Michael „Mike“ Koch unterlag am 18. Spieltag den Nürnberg Falcons mit 72:95 (37:52).
Kurz vor Ende der Begegnung nimmt John Williams Jr. mit Ablauf der Spieluhr einen Wurf von weit außerhalb der Dreipunktelinie. Ein Treffer, welcher die Partie nicht mehr maßgeblich beeinflusst hätte. Viel mehr war die Wut und die Enttäuschung über die eigene Leistung im Wurfversuch des US-Amerikaners zu spüren. Einmal mehr verloren die GIANTS in der BARMER 2. Basketball Bundesliga, einmal mehr war die Niederlage, auch in der Höhe, vollkommen verdient. Mit 72:95 unterlag man bei den Nürnberg Falcons und trat mit einer dicken Packung die 420 Kilometer weite Heimreise an.
Spielverlauf: Solide 15 Minuten reichen in Nürnberg nicht aus
Dabei zeigte BAYER zumindest in den ersten zehn Minuten Begegnung, dass man mit dem Gegner mithalten kann. Zwar startete Nürnberg vor 2.444 Zuschauern in der KIA Metropol ARENA in den Spieltag, doch Leverkusen rappelte sich mit zunehmender Dauer des Viertels wieder auf. Dies lag vor allem an Kobe Langley, welcher immer wieder punkten konnte. Zwar haperte es hier und da in der Verteidigung, mit dem Ergebnis von 25:23 aus Sicht der Hausherren konnten die Rheinländer gut leben.
Im zweiten Durchgang ging der 14-fache Deutsche Meister durch Luca Finn Kahl in Führung (25:26 – 11. Spielminute). Es sollte allerdings das erste und einzige Mal bleiben, dass die TSV-Basketballer vorne lagen. Denn Nürnberg konterte, spielte deutlich besser als noch in den Minuten zuvor und baute den eigenen Vorsprung sukzessive aus. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit sorgte Carter Whitt mit zwei erfolgreichen Freiwürfen für 50:37-Pausenstand.
Nach der fünfzehnminütigen Ruhephase sorgten die Falcons für die vorzeitige Entscheidung. Aufgrund eines 9:2-„Runs“ lagen die Franken mit 20 Zählern in Front (59:39 – 23. Spielminute). Die GIANTS haderten mit ihrer hohen Anzahl an vergebenen Würfen. Dazu kamen Fehler, welche der Kategorie „Unnötig“ zugeordnet werden dürfen. Nach Abschnitt Nummer Drei lag Nürnberg mit 77:50 verdient vorne.
Die letzte Spielperiode plätscherte dann vor sich hin. Einer drohenden Demontage versuchte man, sich entgegenzustellen. Am Ende konnte man das Ergebnis allerdings nur unwesentlich nach oben korrigieren. Mit 95:72 gewannen die „Falken“ hochverdient gegen BAYER Leverkusen.
Koch: „Die 95 zugelassenen Punkte waren deutlich zu viel des Guten.“
Der Coach des Rekordmeisters, Michael „Mike“ Koch, fasst die Paarung wie folgt zusammen: „Wir haben gegen einen sehr guten und starken Gegner vollkommen verdient verloren. In der ersten Halbzeit haben wir lange mitgehalten, doch dann ist Nürnberg davongezogen und es ist uns nicht gelungen, in Sichtweite zu bleiben. Dies lag vor allem an der physisch präsenten Verteidigung sowie der hohen Schnelligkeit, welche die Falcons an den Tag gelegt haben. Die 95 zugelassenen Punkte waren deutlich zu viel des Guten.“ Etwas lag dem Hauptübungsleiter allerdings noch auf dem Herzen: „Dass uns in dieser schwierigen Situation zehn Fans an einem Sonntag nach Nürnberg begleiten und uns unterstützen, ist etwas ganz Besonderes. Ich möchte mich im Namen der gesamten Mannschaft bei unserem treuen Anhang bedanken. Das ist in dieser sportlichen Situation nicht alltäglich.“
Scoring BAYER GIANTS Leverkusen (vs. Nürnberg Falcons): Kobe Langley (16 Punkte), John Williams Jr. (13), Sören-Eyke Urbansky (12), Ricardo Lynch (9), Donte Nicholas (7), Dennis Heinzmann (6), Luca Finn Kahl (5), Sebastian Brach (4) und Calin Nita.
Christopher Kwiotek (CK)
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