"Rote Karte" gegen Sexualisierte Gewalt im Sport

Der TSV Bayer 04 Leverkusen begegnet frühzeitig „Sexualisierter Gewalt im Sport“

„Lieber Agieren als Reagieren“ - mit dieser Maßgabe ist der TSV Bayer 04 bereits im Jahr 2011 dem Thema „Sexualisierte Gewalt im Sport“ begegnet. Die Verantwortlichen hatten frühzeitig entschieden, dieses Thema präventiv mit professioneller Unterstützung aufzugreifen.

„Wir sehen es als unsere Fürsorgepflicht insbesondere gegenüber den uns anvertrauten Kindern und Jugendlichen an, zu diesem Thema vorbeugend aktiv zu werden“, erklärt TSV-Vorsitzender Klaus Beck.

Auch gegenüber den Menschen, mit denen eine zum Teil seit Jahrzehnten vertrauensvolle Zusammenarbeit besteht, sehen sich Vorstand und Geschäftsführung in der Verantwortung, sie vor unberechtigten Verdächtigungen zu schützen.

Wertvolle Unterstützung erhielt der Verein durch den Arbeitskreis „Rote Karte gegen sexualisierte Gewalt im Sport“, der Informationsveranstaltungen sowie Fortbildungen für Übungsleiter durchgeführt hat.

Ein zentraler Baustein in dem Präventions-Konstrukt ist das sogenannte „erweiterte polizeiliche Führungszeugnis“. Jeder Übungsleiter muss dieses Führungszeugnis vor Beginn seiner Tätigkeit im TSV vorlegen. Auch die in Kindergruppen eingesetzten hauptamtlichen Mitarbeiter wurden von Informationsveranstaltungen bis hin zum Führungszeugnis in das gesamte Prozedere eingebunden.

Von einem Generalverdacht kann dabei übrigens keine Rede sein. „Das Gegenteil ist der Fall“, unterstreicht die Geschäftsführerin des TSV Bayer 04, Anne Wingchen: „Wir haben größtes Vertrauen in die Menschen, die sich um unsere Kinder und Jugendlichen kümmern.“ Aber auch gegenüber Außenstehenden sollen schon Spuren von Zweifeln gar nicht erst aufkommen, daher also dieser auf den ersten Blick vielleicht etwas drastische Schritt.

Sollte ein Kind oder Elternteil dennoch das Bedürfnis haben, persönliche Gefühle oder Beobachtungen zu teilen, so stehen entsprechende Vertrauenspersonen zur Verfügung - absolut vertraulich, versteht sich.

Mit diesem Schulterschluss und den unterschiedlichen Maßnahmen ist die Hoffnung wohl berechtigt, das größte Ziel in dieser Sache zu erreichen: Dass die Mädchen und Jungen beim TSV Bayer 04 nach wie vor unbeschwert ihrem Sport nachgehen können.

Maßnahmen

  • Einsatz von Vertrauensleuten
  • Einforderung eines polizeilichen Führungszeugnisses von allen Übungsleitern, Funktionsträgern und hauptamtlichen Mitarbeitern
  • Durchführung von Auftakt-Informationsveranstaltungen für Eltern, Übungsleiter, Funktionsträger und Mitarbeiter
  • In Planung: Regelmäßige Informationen sowie Fortbildungsangebote für Übungsleiter und Funktionsträger
  • Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis „Rote Karte gegen sexualisierte Gewalt im Sport“

Vertrauensperson

  • Karin Hortien
    Tel. 0214 87604 21
    karin.hortien@tsvbayer04.de
  • Eric Schneider
    Tel. 0214 87604 32
    eric.schneider@tsvbayer04.de
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