Judo 4. September 2010  
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TSV BAYER 04 LEVERKUSEN
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J u d o


Judo „Der sanfte Weg“ – Judogeschichte
 
Judo ist weltweit eine der bekanntesten Kampfsportarten. In allen Ländern der Erde gab es bereits im Altertum und Mittelalter Wettkämpfe zur Erprobung der Kraft und Geschicklichkeit (z.B. griechisch-römisches Ringen). Im asiatischen Kulturraum entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte u. a. die Sportart Jiu-Jitsu. Diese wurde seit dem 16. Jahrhundert in Japan von den Samurais (japanische Ritterkaste) als Kriegshandwerk weiterentwickelt und gepflegt und ist heute noch als eine Form der Selbstverteidigung bekannt. 
 

Aus dem Jiu-Jitsu entwickelte der Japaner Jigoro Kano in den Jahren 1870-1880 die Sportart Judo. Er löste die zur reinen Verteidigung dienenden Kampftechniken heraus und reicherte den technischen Grundstock mit teils selbst entwickelten und auch mit artverwandten Bestandteilen von Angriffs- und Verteidigungstechniken an und nannte die neu entstandene Kampfsportart Judo, was sinngemäß übersetzt „Der sanfte Weg“ bedeutet. 1882 gründete er in Tokio seine Judo-Schule, die er Kodokan nannte (Schule zum Studium des Weges). Seine Schule gilt heute noch als das "Judo-Kultzentrum" der Welt.

 

 

 

 

Jigoro Kano sah in der Ausübung des Judosportes nicht nur die sportliche Ertüchtigung, sondern legte auch großes Augenmerk auf den „Weg der Erziehung“. Charakterformung sowie Formung der Persönlichkeit und der Sozialentwicklung seiner Schüler in Kombination mit einer Zweikampfsportart sollten die Schüler auf die Herausforderungen des Lebens vorbereiten. In Deutschland wuchs das Interesse am Judosport und somit auch die Sportart nach 1948 und im Jahr 1953 gründete sich der Deutschen Judobund in Hamburg. Seit 1956 (Tokio) gibt es Judo-Weltmeisterschaften im Männerbereich und seit 1980 (New York) auf für die Judofrauen. Seit 1964 (Tokio) zählt Judo zu den olympischen Sportarten, Der Start war auch hier zunächst nur den Männern vorbehalten. Erst 1992 (Barcelona) wurde Judo für Frauen ebenfalls in das olympische Programm mit aufgenommen.



Im Jahre 1960 wurde die Judo-Abteilung des damaligen TuS 04 von Mitgliedern der Ringerabteilung ins Leben gerufen. Aktuell liegt der Schwerpunkt der Judoabteilung in der Nachwuchsförderung. Aber für jeden Interessierten in jeder Alters- und Leistungsklasse ist es dank des breiten Trainer- und Trainingsangebotes über die gesamte Woche hinweg möglich, individuell die passende Trainingsgruppe zu finden.
 
Mit ca. 480 Judomitgliedern (zuzüglich ca. 100 Kindern der Neigungsgruppen und ca. 40 Judoka des Behindertensportes) zählt die Judoabteilung des TSV Bayer 04 mit zu den größten und erfolgreichsten Judovereinen im Nordrhein-Westfälischen Judoverband (NWJV).
 

 
Nachhaltige Jugendförderung

 

Sowohl bei den Einzelmeisterschaften als auch Mannschaftsmeisterschaften wachsen die Erfolge im Jugendbereich stetig. So erkämpften sich die jungen Damen der Altersklasse U17 im Dezember 2009 den Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters und die jungen Männer sicherten sich dazu noch die Bronzemedaille. 
Yannick Gutsche startete bei den Junioren in Paris bei den Weltmeisterschaften 2009 und belegte einen hervorragenden dritten Platz. Janina Beune und Robin Gutsche erkämpften sich bei den diesjährigen Europameisteschaften in Teplice (CZE) sehenswerte fünfte bzw. dritte Plätze.
 

 
Im Ligabetrieb setzt die Judoabteilung gezielt den eigenen Nachwuchs ein und hält bewusst, im Gegensatz zu den meisten anderen Ligavereinen, den Anteil der Gaststarter so gering wie möglich. In der Judoabteilung des TSV Bayer 04 starten insgesamt fünf Ligamannschaften (ca. 30 Frauen und 60 Männer) und repräsentieren die Vereinsfarben rot und weiß bundesweit. Die Damenmannschaft startet mit zwei Mannschaften (1. Bundesliga Gruppe Nord und Landesliga Rheinland NRW). Die Herren teilen sich direkt in drei Ligagruppen auf (2. Bundesliga Gruppe Nord, Oberliga Gruppe West und Landesliga Köln).




 
Schnell zum Ziel

 
Der neue Traingsplan
2/2010
 



 
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