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| Degenteams TSV Bayer 04 2010 |
| 25.04.2010, gh |
| Drei mal Silber, ein mal Bronze |
Degenfechter überzeugen bei Deutscher Meisterschaft 2010 mit zwei Vizemeistertiteln im Einzel und Silber und Bronze in den Team-Entscheidungen.
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Auch wenn den erfolgsverwöhnten Degenfechtern des TSV Bayer 04 Leverkusen ein Titelgewinn bei der Deutschen Meisterschaft 2010 nicht gelang, ist die sportliche Bilanz beeindruckend. Britta Heidemann, Olympiasiegerin und Weltranglisten-Führende, galt sicher als Topfavoritin. Sie bestätigte auch ihre anhaltend gute Form durch fünf siegreiche Direktausscheidungs-Gefechte. Dabei traf sie im Viertelfinale auf die zweite Leverkusener Nationalfechterin Marijana "Maja" Markovic. Das spannende vereinsinterne Duell entschied Heidemann denkbar knapp mit 12:11 Treffern im "sudden death" für sich, Markovic belegte damit Platz 6. Britta Heidemann machte es im Halbfinale erneut spannend beim 12:11 gegen Beate Christmann. Im Finalgefecht traf sie dann auf die langjährige Nationalmannschaftskollegin Imke Duplitzer aus Bonn und unterlag mit 10:15. Der einzige Einzeltitel der Britta Heidemann noch fehlt blieb ihr also auch in diesem Jahr noch verwehrt. Ein bemerkenswertes Ergebnis erkämpfte sich Bayer-Nachwuchsfechterin Julia Morawietz. Die erst 16-jährige A-Jugendliche focht sich bei der Aktiven-Meisterschaft bis ins Viertelfinale, besiegte dabei unter anderen Nationalfechterin Ricarda Multerer und belegte am Ende einen hervorragenden 8. Platz. Caroline Meisen erreichte einen guten 16. Platz und Lina Schneider belegte Platz 61.
Auch in der Einzelkonkurrenz der Herren sicherte sich ein Leverkusener Silber: Christoph Kneip unterlag erst im Finalgefecht dem Tauberbischofsheimer Martin Schmitt. Mit dieser Vize-Meisterschaft hat Christoph Kneip sich noch einmal empfohlen für die bevorstehenden Nominierungsentscheidungen für die Europa- und Weltmeisterschaften. Bereits im Juli fahren die Fechter zur "Heim-EM" 2010 nach Leipzig. Immerhin insgesamt 6 der 72 qualifizierten Teilnehmer stellte in der Herrenkonkurrenz der Deutschen Meisterschaften der TSV Bayer 04 Leverkusen: Achim Bellmann belegte Rang 13, gefolgt von Norman und Rouven Ackermann (Plätze 18 und 19), Georg Hartmann (46) und Tobias Gayk (48).
Am Tag nach den Einzelentscheidungen stehen traditionell die prestigeträchtigen Mannschafts-Meisterschaften auf dem Programm. Das Bayer 04-Damenteam um Britta Heidemann und Marijana Markovic wurde vervollständigt durch Lina Schneider und Julia Morawietz, die bei ihren Einsätzen durch gute Gefechte diese Nominierung rechtfertigten. Bereits im Halbfinale hieß der Gegner OFC Bonn. Die Einzelfinalistinnen Heidemann und Duplitzer eröffneten die Begegnung, in der sich in der Folge das starke Bonner Team eine Führung herausfechten konnte. Und diese Führung reichte dann trotz spannender Aufholjagd von Heidemann und Markovic in den beiden letzten Begegnungen aus zum 45:40-Sieg für die rheinischen Nachbarn. Die Bonnerinnen sicherten sich dann auch den Meistertitel gegen die Fechterinnen aus Heidenheim. Im kleinen Finale erfochten sich die Bayer-Fechterinnen gegen das Team des SC Berlin wie bereits im Vorjahr die Bronzemedaille (45:40 Treffer).
Auch im vierten Wettbewerb, in der Mannschaftsentscheidung der Männer, ging Edelmetall nach Leverkusen. Als Titelverteidiger angereist erreichten die TSV-Fechter (Christoph Kneip, Norman und Rouven Ackermann, Tobias Gayk) erneut das Finale, durch Siege über Zoltau, Potsdam und Heidenheim. Nicht überraschend hieß der Finalgegner FC Tauberbischofsheim, es kam also zur Neuauflage des Vorjahres-Finals. Lange erschien es dabei möglich, dass die Bayer-Fechter erneut dem leicht favorisierten Heimteam den Meisterschaftstitel "entführen" könnten. Am Ende standen sich die Einzelfinalisten gegenüber: Martin Schmitt und Christoph Kneip. Aber erneut zeigte Schmitt seine gute Form und Kneip gelang es nicht, einen 5-Treffer-Rückstand noch auszugleichen. Mit 43:35 Treffern holte sich Tauberbischofsheim den Titel und für Leverkusen blieb der Silber-Platz.
Bayer-Trainer Uwe Proske resümiert: "Unsere Degenfechter sind in Deutschland eine Hausnummer. Im Einzel und im Team, die Frauen und die Männer. Auch ohne Titel, das haben wir bei dieser Meisterschaft bewiesen!"
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