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Und die Degenfechter hatten keinen leichten Weg: mit Estland (41:35 Treffer) und vor allem den starken Polen (45:35) besiegten sie namhafte Teams auf dem Weg ins Halbfinale, in dem sie der Ukraine mit 39:45 unterlagen. Im „kleinen Finale“ gegen die Schweiz treiben sie es dann auf die Spitze. Nach Ablauf der regulären Zeit steht das Gefecht 34:34-Unentschieden. Es knistert förmlich in der Halle. Fast 30 Sekunden wartet der einstige Leipziger Fiedler auf seine Chance und bekommt sie, setzt den entscheidenden Treffer zum 35:34. Danach ist nicht nur die Degenmannschaft aus dem Häuschen.
Mit drei Einzel- und drei Mannschaftsmedaillen waren die deutschen Fechter äußerst erfolgreich. Nicht nur deshalb stellt Manfred Kaspar, Sportwart des Deutschen Fechterbundes fest, dass „Leipzig ein großes Fest für den Fechtsport war.“ Das einzige Gold hatte die Bonner Degenspezialistin Imke Duplitzer erfochten. Bereits in der Runde der letzten 32 trafen mit Duplitzer und Britta Heidemann zwei Favoritinnen aufeinander. Die Bayer-Fechterin Britta Heidemann, Olympiasiegerin und Weltranglistenerste, ging nach ihrer Niederlage nicht nur im Einzel sondern dann auch gemeinsam mit Duplitzer im Team diesmal ohne Edelmetall von der Planche. In einer Kampfsportart ist der Erfolg eben nicht programmierbar, zumal wenn eine einzige Niederlage das Aus bedeutet. Silber im Herrensäbel hatte sich Niclas Limbach (Bayer Dormagen) gesichert und im Damensäbel gewann Sibylle Klemm aus Tauberbischofsheim überraschend Bronze. Bronze sicherten sich auch die Herrensäbelfechter im Teamwettbewerb, und Silber gewannen die deutschen Florettfechterinnen. Sie unterlagen im Finale dem Team um Valentina Vezzali. Mit 10 Medaillen, darunter 5 goldenen glänzte die alte und junge Fechtnation Italien bei diesen Europameisterschaften in Leipzig.
Lange feiern beziehungsweise durchatmen können die Fechter nicht. Auch die TSV-Fechter Britta Heidemann und Christoph Kneip gehen bald in die Vorbereitung zum zweiten internationalen Höhepunkt des Jahres, denn schon Anfang November steht die Weltmeisterschaft in Paris auf dem Programm.
Foto: Norman Rembarz
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